PRESSEMITTEILUNG
ATIB weist Vorwürfe zurück und verweist auf eine Suspendierung im Kontext ungeklärter Struktur- und Führungsfragen im ZMD
in Deutschland (ZMD) erhobenen Vorwürfe entschieden zurück und stellt das Vorgehen des ZMDBundesvorstands in einen umfassenderen inhaltlichen und strukturellen Zusammenhang.
und ohne nachvollziehbare inhaltliche Grundlage. Eine substanzielle Prüfung der Vorwürfe habe nicht
stattgefunden.
erhobenen Vorwürfe sind seit Jahren bekannt, ohne dass sie zuvor Anlass für vergleichbare Maßnahmen
waren. Die plötzliche Eskalation bedarf daher einer nachvollziehbaren Erklärung.
Mitgliedsorganisationen und Dachverband werden traditionell im Rahmen interner Gremien geklärt. Die
Entscheidung, diesen Vorgang öffentlich zu führen, stellt aus Sicht der ATIB einen Bruch mit der bisherigen
Verbandskultur dar.
eines neuen ATIB-Vorstands, der sich derzeit noch in der konstituierenden Phase befindet. Dieser Vorstand
hatte angekündigt, zentrale Fragestellungen innerhalb des ZMD aufzuarbeiten.
- mögliche Interessenkonflikte durch Verbindungen von Funktionsträgern zu weiteren Organisationen
und wirtschaftlichen Strukturen, - die Verwendung des Verbandsnamens im Rahmen von Auslandsaktivitäten und externen
Kooperationen ohne erkennbare Einbindung der zuständigen Gremien, - sowie Entscheidungsprozesse gegenüber Mitgliedsorganisationen, deren Grundlage und Transparenz
bislang ungeklärt sind.
Flankiert werden diese Fragen durch strukturelle Entwicklungen, darunter ein erheblicher Rückgang der
finanziellen Mittel sowie abgebaute institutionelle Strukturen.
Vor diesem Hintergrund sieht die ATIB deutliche Anhaltspunkte dafür, dass die aktuellen Maßnahmen nicht
losgelöst von diesen Entwicklungen betrachtet werden können.
Zudem stellt sich die Frage, weshalb zentrale Anliegen zur Aufklärung dieser Sachverhalte bislang
unbeantwortet geblieben sind und in welchem Umfang bestehende gerichtliche Entscheidungen und
vereinsrechtliche Rahmenbedingungen in den aktuellen Prozessen berücksichtigt werden.
Darüber hinaus sieht die ATIB Klärungsbedarf hinsichtlich der gegenwärtigen Repräsentations- und
Arbeitsfähigkeit des ZMD. Die Entwicklung einzelner Verbandsstrukturen wirft Fragen zur tatsächlichen
Verankerung und Funktionsweise des Dachverbandes auf.
In diesem Zusammenhang weist die ATIB darauf hin, dass einzelne Personen, die aktuell in die Vorgänge
eingebunden sind, über Jahre hinweg selbst Verantwortung innerhalb der ATIB getragen haben. Die damaligen
Entwicklungen und Entscheidungen stehen in keinem erkennbaren Zusammenhang mit den nun erhobenen
Vorwürfen.
Die ATIB stellt klar, dass sie seit ihrer Gründung für die Einhaltung der freiheitlich-demokratischen
Grundordnung, gesellschaftliche Integration und interreligiösen Dialog steht. Konkrete Belege für die gegen sie
erhobenen Vorwürfe wurden nach Kenntnis der ATIB bislang nicht vorgelegt.
„Die derzeitige Entwicklung wirft grundlegende Fragen auf – nicht nur zu den erhobenen Vorwürfen, sondern
auch zu Verfahren, Transparenz und struktureller Verfasstheit des ZMD insgesamt“, erklärt der Vorsitzende
der ATIB.
Die ATIB erwartet eine umfassende und transparente Aufarbeitung der aufgeworfenen Fragen und wird die
weiteren Schritte in ihren Gremien beraten.
Über die ATIB
Die ATIB – Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. – wurde 1987 gegründet und ist ein
Dachverband von derzeit 25 Mitgliedsgemeinden in Deutschland.
Kamuran Dönmez
Generalsekretär
E-Mail: presse@atib.org
Web: www.atib.org

