ATIB erklärt Austritt aus dem Zentralrat der Muslime in Deutschland
Die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) erklärt mit sofortiger Wirkung
ihren Austritt aus dem Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZMD).
Der Austrittsbeschluss wurde im Rahmen der ordentlichen Sitzung des erweiterten Vorstands am 28.
März 2026 in Köln gefasst. Gegenstand der vorangehenden Beratungen waren die jüngsten
Entwicklungen in der Beziehung zum amtierenden Bundesvorstand des ZMD mit dem am 24. Januar
2026 neu gewählten Vorstand der ATIB.
Der Entscheidung liegen folgende Erwägungen zugrunde:
- die nachhaltige Beschädigung des institutionellen Fundaments der Zusammenarbeit,
- anhaltende strukturelle und organisatorische Unklarheiten, darunter offene
vereinsregisterrechtliche Fragen zur Legitimität des ZMD-Bundesvorstands, - die eigenständige Wahrnehmung des gesellschaftlichen und religiösen Auftrags der ATIB
Der erweiterte Vorstand stellte zudem fest, dass die vom ZMD mit Schreiben vom 21. März 2026
erklärte Suspendierung der ATIB aufgrund der ungeklärten rvereinsegisterrechtlichen Situation des ZMD keine rechtlich verbindliche Wirkung entfaltet.
kommunizieren sowie notwendige rechtliche und organisatorische Schritte zu prüfen. Dabei werden
interne Abläufe evaluiert und rechtliche Maßnahmen ergriffen, soweit dies im Interesse des Verbandes
erforderlich ist.
integrationsfördernder Arbeit in Deutschland – auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Auf dieser
Grundlage wird die ATIB ihre Aufgaben auch künftig eigenständig, verantwortungsbewusst und im
Rahmen der geltenden Rechtsordnung wahrnehmen.“
Die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa e.V. (ATIB) wurde im Oktober 1987 gegründet und zählt mit über 10.000 Mitgliedern und Sympathisanten zu den ältesten islamischen Dachverbänden Deutschlands. Seit fast vier Jahrzehnten engagieren sich ihre Gemeinden in den Bereichen Bildung, Integration, interreligiöser Dialog sowie Jugend- und Sozialarbeit. ATIB bekennt sich ausdrücklich zur Ablehnung von Rassismus, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie zu den Werten des Grundgesetzes.

